Hochzeit bei Paulsen’s in Bohmstedt – Hochzeitstagebuch von DJ Florian Simon
Hochzeitstagebuch | 19. September 2026
Manche Hochzeiten haben ihren ganz eigenen Sound. Und bei dieser Hochzeit bei Paulsen’s in Bohmstedt war ziemlich schnell klar: Das wird musikalisch kein gewöhnlicher Abend.
Rund 90 Gäste, ein Hochzeitstanz zu den Donots, lautes Mitsingen schon bei der Eröffnung der Tanzfläche und später Electric Callboy und Hardstyle – genau diese Mischung hat perfekt zu diesem Brautpaar und seinen Gästen gepasst.
Ich durfte Hanna und André von 15 Uhr bis 3 Uhr nachts begleiten. Und das Besondere daran: Wir kannten uns schon ein bisschen. Die beiden hatten mich zuvor auf der Hochzeit eines befreundeten Paares als DJ erlebt und sich anschließend entschieden, mich auch für ihre eigene Hochzeit zu buchen.
So etwas bedeutet mir als Hochzeits-DJ in Schleswig-Holstein wirklich viel.
Die Hochzeit im Überblick
Datum: 19.09.2026
Hochzeitslocation: Paulsen’s, Bohmstedt
Gäste: ca. 90 Personen
Musikalische Begleitung: 15:00 bis 03:00 Uhr
Eröffnungstanz: Donots – „So Long“
Fotografin: @kreativ.kajuete auf Instagram
Mein Beitrag zur Hochzeit: Hochzeit bei Paulsen’s auf Instagram
Hochzeit feiern bei Paulsen’s in Bohmstedt
Mein DJ-Tag begann bereits um 15 Uhr. Und genau das mag ich an der Begleitung einer kompletten Hochzeit: Man kommt nicht erst zur Party dazu, sondern erlebt, wie sich die Atmosphäre über viele Stunden entwickelt.
Empfang, Essen, Gespräche, Programmpunkte – und irgendwann kommt dieser Moment, auf den ich mich jedes Mal freue.
Die Tanzfläche wird eröffnet.
Bei Hanna und André sollte das allerdings nicht mit irgendeinem klassischen Hochzeitssong passieren.
Die beiden hatten sich für „So Long“ von den Donots entschieden.
Und diese Entscheidung sollte noch ziemlich wichtig für den Abend werden.
Mein Moment des Abends: Ein Hochzeitstanz, bei dem plötzlich alle mitsingen
Es gibt Hochzeitstänze, bei denen die Gäste still im Kreis stehen, zuschauen und auf den Moment warten, an dem sie selbst auf die Tanzfläche dürfen.
Und dann gibt es diesen Hochzeitstanz.
Die ersten Töne von „So Long“ liefen, Hanna und André begannen ihren Tanz – und rundherum fingen die Gäste an, laut mitzusingen.
Das war großartig.
Plötzlich war der Hochzeitstanz nicht mehr nur ein Moment zwischen Braut und Bräutigam. Die ganze Hochzeitsgesellschaft wurde Teil davon.
Ich stand hinter meinem DJ-Pult und hatte schon während des Songs das Gefühl:
Wenn die Gäste beim Hochzeitstanz bereits so dabei sind, kann diese Party eigentlich nur gut werden.
Und genau so kam es.
Die Tanzfläche war eröffnet – und sie sollte bis zum Ende der Nacht nicht mehr wirklich leer werden.
Ein zweiter Moment, der mir geblieben ist
So laut diese Hochzeit musikalisch werden sollte, einer meiner schönsten Momente war ganz leise.
Auch Hanna entschied sich dafür, ihren Brautstrauß ihrer Mutter zu übergeben.
Ich durfte innerhalb kurzer Zeit erleben, wie aus einem klassischen Hochzeitsbrauch etwas viel Persönlicheres werden kann.
Keine Jagd nach dem Brautstrauß.
Stattdessen eine bewusste Geste und ein Dankeschön an einen wichtigen Menschen.
Als DJ bin ich bei Hochzeiten für die Musik da. Aber nach so vielen begleiteten Feiern weiß ich, dass es am Ende oft genau diese kleinen Situationen sind, die einem besonders lange im Gedächtnis bleiben.
Von den Donots über Electric Callboy bis Hardstyle
Musikalisch war diese Hochzeit genau mein Ding, weil wir uns nicht darum kümmern mussten, was man auf einer Hochzeit angeblich spielen „sollte“.
Wir haben gespielt, was zu Hanna, André und ihren Gästen gepasst hat.
Und „So Long“ von den Donots sollte nach dem Hochzeitstanz noch einmal eine Rolle spielen.
Später am Abend lief auch die Live-Version.
Nach einem Hochzeitstanz, bei dem bereits alle mitgesungen hatten, hatte dieser Song natürlich noch einmal eine ganz andere Bedeutung.
Aber damit war musikalisch längst nicht Schluss.
Electric Callboy durfte ebenfalls ran.
Und irgendwann wurde es härter.
Hardstyle auf einer Hochzeit?
Wenn die Gäste genau darauf warten: unbedingt.
Für mich bedeutet ein guter Hochzeitsabend nicht, stur eine vorbereitete Playlist abzuarbeiten. Ich beobachte die Tanzfläche, höre auf Musikwünsche und versuche herauszufinden, wohin die Reise mit genau diesen Menschen gehen kann.
An diesem Abend führte sie eben irgendwann zu härteren Beats.
Und es funktionierte.
Zwölf Stunden Hochzeit – und eine volle Tanzfläche
Von 15 Uhr bis 3 Uhr durfte ich Hanna und André begleiten.
Was mir besonders gefällt: Die beiden haben später in ihrer Google-Bewertung genau das beschrieben, was ich mir für eine Hochzeit wünsche.
Sie schrieben, dass die Tanzfläche vom Beginn ihres Hochzeitstanzes bis zum Ende der Party immer prall gefülltgewesen sei.
Das ist für mich eines der schönsten Komplimente, das man einem Hochzeits-DJ machen kann.
Denn dahinter steckt viel mehr als die Auswahl einzelner Songs.
Es geht darum, die Menschen kennenzulernen, die Stimmung zu beobachten und im richtigen Augenblick zu entscheiden, ob wir bei einem Stil bleiben, einen Wunsch aufgreifen oder musikalisch komplett abbiegen.
Und manchmal endet diese Reise eben bei Hardstyle um tief in der Nacht.
Hochzeitsplanung bedeutet für mich mehr als Musik
Über einen anderen Teil ihrer Bewertung habe ich mich mindestens genauso gefreut.
Hanna und André erwähnen darin ausdrücklich unser Vorgespräch und die gemeinsame Planung.
Denn meine Arbeit als Hochzeits-DJ beginnt für mich nicht erst dann, wenn die ersten Gäste auf die Tanzfläche gehen.
Wir sprechen vorher über die Musik beim Empfang und beim Essen, den Hochzeitstanz, die Präsentation der Hochzeitstorte, Musikwünsche und No-Gos – aber auch über Dinge, an die ein Brautpaar bei der Planung vielleicht noch gar nicht gedacht hat.
Geburtstage.
Hochzeitstage von Gästen.
Brautstrauß.
Besondere Menschen.
Überraschungen.
Und natürlich darüber, wie sich die beiden ihren Abend eigentlich wünschen.
Ich möchte am Hochzeitstag nicht alle fünf Minuten zum Brautpaar laufen und eine neue Entscheidung verlangen.
Je besser wir vorher miteinander gesprochen haben, desto mehr können die beiden später einfach Gäste auf ihrer eigenen Hochzeit sein.
Was von dieser Hochzeit in Bohmstedt bleibt
Von diesem Abend bleiben mir vor allem die Gegensätze in Erinnerung.
Ein emotionaler Brautstrauß für die Mutter.
Ein Hochzeitstanz zu den Donots.
90 Menschen, die plötzlich „So Long“ mitsingen.
Electric Callboy.
Hardstyle.
Und eine Tanzfläche, die einfach nicht leer werden wollte.
Aber auch die Gespräche mit Hanna und André, ihren Trauzeugen und den Gästen gehören für mich dazu.
Denn nach zwölf Stunden fährt man manchmal nach Hause und denkt nicht zuerst an den technisch perfekten Übergang oder den Song, der besonders gut funktioniert hat.
Man denkt an die Menschen.
Und genau deshalb mag ich dieses Hochzeitstagebuch.
Weil aus einer Hochzeit, die sonst irgendwann nur noch als Termin im Kalender stehen würde, wieder eine Geschichte wird.
Danke Hanna und André für euer Vertrauen. Danke für zwölf Stunden mit euch und euren Gästen – und danke für eine Hochzeit, bei der wir musikalisch auch mal ordentlich eskalieren durften. ❤️
Die fotografischen Erinnerungen des Tages stammen von @kreativ.kajuete auf Instagram.
Meinen eigenen Rückblick findet ihr ebenfalls auf Instagram.
Google-Bewertung von Hanna & André ⭐⭐⭐⭐⭐
Hanna und André haben mich ursprünglich bei der Hochzeit eines befreundeten Paares kennengelernt. In ihrer ausführlichen Bewertung schreiben sie unter anderem, dass für sie danach schnell feststand, dass ich auch ihre Hochzeit begleiten sollte.
Besonders gefreut hat mich ihr Feedback zu meinem „Musikwissen und Feingefühl für die Stimmung der Gäste“ und natürlich die Rückmeldung, dass ihre Tanzfläche vom Hochzeitstanz bis zum Ende der Party gefüllt war.
Auch die gemeinsame Vorbereitung, die Abstimmungen während der Feier, meine Technik und die Fotobox erwähnen die beiden ausdrücklich.
Und eine Formulierung aus der Bewertung muss ich einfach stehen lassen:
„Außer ihr möchtet KEINE volle Tanzfläche haben… :)“
Liebe Hanna, lieber André: Danke für diese Worte und vor allem für euer Vertrauen.





