Hochzeit im Luthers Carpe Diem

Hochzeit im Luthers Carpe Diem – Hochzeitstagebuch von DJ Florian Simon

Hochzeitstagebuch | 12. September 2026

Nicht jede Hochzeit muss komplett eskalieren.

Nicht jede Tanzfläche muss bis zur letzten Minute beben. Und nicht jeder Abend braucht den einen Moment, an dem plötzlich 50 Menschen gleichzeitig die Hände in die Luft reißen.

Manche Hochzeiten sind einfach ein bisschen ruhiger. Persönlicher. Entspannter.

Und wisst ihr was?

Auch das darf eine richtig schöne Hochzeit sein.

Am 12. September 2026 durfte ich eine Hochzeit im Luthers Carpe Diem mit rund 50 Gästen musikalisch begleiten. Von 15 Uhr bis 2 Uhr nachts war ich dabei – mit einem Hochzeitstanz zu Bruno Mars, einer ziemlich lustigen Kinderdisco und einem Abend, der am Ende nicht mit einem großen Knall, sondern ganz gemütlich ausklang.

Die Hochzeit im Überblick

Datum: 12.09.2026
Hochzeitslocation: Luthers Carpe Diem
Gäste: ca. 50 Personen
Musikalische Begleitung: 15:00 bis 02:00 Uhr
Eröffnungstanz: Bruno Mars – „Marry You“
Fotograf: –
Instagram-Beitrag: –

Eine kleine Hochzeit mit entspannter Atmosphäre

Mit rund 50 Gästen gehörte diese Hochzeit zu den kleineren Feiern, die ich als Hochzeits-DJ in Schleswig-Holsteinbegleite.

Und kleinere Gesellschaften haben ihren ganz eigenen Charakter.

Man kennt sich. Man sitzt zusammen. Man unterhält sich länger. Und manchmal ist der Wunsch, den ganzen Abend auf der Tanzfläche zu verbringen, einfach nicht so groß wie bei anderen Hochzeiten.

Das ist völlig in Ordnung.

Denn für mich geht es als DJ nicht darum, jede Hochzeitsgesellschaft zwanghaft in dieselbe Richtung zu drücken.

Die Party muss zu den Menschen passen – nicht die Menschen zur Party.

Mein Moment des Abends: Eigentlich war es eine Kinderdisco …

Einen Moment werde ich von dieser Hochzeit definitiv in Erinnerung behalten.

Die Kinderdisco.

Eigentlich war die Idee ziemlich eindeutig: Musik für die kleinen Gäste, ein bisschen tanzen und gemeinsam Spaß haben.

Die Rechnung wurde allerdings ohne die Eltern gemacht.

Denn während die Kinder ihren Spaß hatten, stellte sich ziemlich schnell heraus, dass Mama und Papa mindestens genauso viel Lust auf Kinderdisco hatten – wenn nicht sogar ein bisschen mehr.

Plötzlich gingen die Erwachsenen auf der Tanzfläche mehr ab als die Kinder.

Ich stand hinter meinem DJ-Pult und musste einfach grinsen.

Vielleicht sollten wir das beim nächsten Mal direkt anders ankündigen:

Kinderdisco – Eltern ausdrücklich erwünscht.

Hochzeitstanz zu „Marry You“ von Bruno Mars

Mit „Marry You“ von Bruno Mars eröffnete das Brautpaar später offiziell die Tanzfläche.

Ein leichter, fröhlicher Song, der wunderbar zu der entspannten Atmosphäre dieser Hochzeit passte.

Danach entwickelte sich der Abend ganz in seinem eigenen Tempo.

Es wurde getanzt, zwischendurch wieder zusammengesessen, geredet und gemeinsam gefeiert.

Als DJ lernt man irgendwann, dass man eine Party nicht erzwingen kann – und auch nicht erzwingen sollte.

Man kann ausprobieren.

Man kann musikalische Impulse setzen.

Man kann genau beobachten, worauf die Gäste reagieren.

Aber am Ende entscheidet die Hochzeitsgesellschaft selbst, welche Dynamik ein Abend bekommt.

Und genau das macht jede Hochzeit anders.

Nicht jede Hochzeit muss eskalieren

Diese Hochzeit war keine von den Feiern, bei denen ich irgendwann nachts denke:

Was passiert hier eigentlich gerade?!

Keine völlige Eskalation.

Kein Abriss bis zur allerletzten Sekunde.

Stattdessen wurde der Abend mit zunehmender Stunde langsam ruhiger.

Und ich finde, auch solche Hochzeiten gehören in dieses Hochzeitstagebuch.

Denn wenn ich hier nur von den Nächten erzählen würde, in denen die Tanzfläche bis 3 Uhr morgens komplett außer Kontrolle war, würde ein ziemlich falsches Bild entstehen.

Eine gute Hochzeit lässt sich nicht daran messen, wie viele Stunden durchgehend getanzt wurde.

Manchmal möchten Gäste tanzen.

Manchmal möchten sie lieber zusammensitzen und erzählen.

Und manchmal passiert beides abwechselnd.

Eine Hochzeit ist schließlich kein Wettbewerb um die vollste Tanzfläche.

Sie ist ein Tag mit den Menschen, die einem wichtig sind.

Und irgendwann hatten wir wieder Lagerfeuer

Einen dieser kleinen gemeinsamen Momente gab es dann aber doch noch.

Gegen Ende bekam der Abend noch einmal dieses Gefühl, das ich bei Hochzeiten inzwischen einfach „Lagerfeuer“nenne.

Ihr kennt das:

Songs, die fast jeder kennt.

Menschen stehen zusammen.

Es wird mitgesungen.

Die Stimmung ist nicht mehr unbedingt laut oder wild – aber dafür irgendwie besonders nah.

Man braucht dafür kein echtes Feuer.

Eigentlich braucht man nicht einmal eine volle Tanzfläche.

Nur die richtigen Menschen und einen Song, bei dem plötzlich mehrere Stimmen zusammenkommen.

Nach einem eher entspannten Partyabend war genau das ein schöner Abschluss.

Wenn eine Hochzeit einfach langsam ausklingt

Irgendwann wurde es weniger.

Ein paar Gäste verabschiedeten sich. Gespräche wurden ruhiger. Die Tanzfläche wurde kleiner.

Und statt eines großen Finales lief diese Hochzeit einfach langsam aus.

Früher hätte ich als DJ vielleicht gedacht, dass ein Hochzeitsabend unbedingt diesen einen riesigen Abschlusssong braucht.

Heute sehe ich das anders.

Manchmal passt ein großes Finale.

Und manchmal passt es viel besser, wenn ein langer Hochzeitstag einfach ganz natürlich zu Ende geht.

Nach elf Stunden gemeinsamer Zeit war es bei dieser Hochzeit genau so.

Kein Feuerwerk.

Kein letzter großer Abriss.

Sondern ein ruhiger Abschluss eines langen Tages.

Und auch das gehört zum DJ-Leben dazu.

Was von dieser Hochzeit bleibt

Was nehme ich also von dieser Hochzeit im Luthers Carpe Diem mit?

Einen fröhlichen Hochzeitstanz zu „Marry You“.

Rund 50 Menschen, die ihren Hochzeitstag auf ihre eigene Art gefeiert haben.

Eine Kinderdisco, bei der die Eltern plötzlich mehr Gas gegeben haben als ihre Kinder.

Ein kleines musikalisches Lagerfeuer.

Und einen Abend, der nicht explodiert ist, sondern ganz langsam ausgeklungen ist.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erinnerung dieser Hochzeit:

Nicht jeder Hochzeitsabend muss gleich sein.

Ich bin als DJ nicht dafür da, aus jeder Gesellschaft dieselbe Party zu machen.

Ich bin dafür da, herauszufinden, was zu den Menschen vor mir passt.

Manchmal bedeutet das Hände in der Luft und völlige Eskalation.

Und manchmal bedeutet es gemeinsames Singen, gute Gespräche und einen entspannten Abschluss.

Beides darf Hochzeit sein.

Danke an das Brautpaar und die Gäste für diesen gemeinsamen Tag im Luthers Carpe Diem.