Hochzeit im Charlottenhof Klanxbüll – Hochzeitstagebuch von DJ Florian Simon
Hochzeitstagebuch | 22. August 2026
Manche Locations besucht man als Hochzeits-DJ einmal und verbindet danach einen bestimmten Abend mit ihnen.
Und dann gibt es Locations, bei denen sich irgendwann schon beim Ankommen ein kleines Gefühl von „Wieder zuhause“ einstellt.
Der Charlottenhof in Klanxbüll gehört für mich inzwischen definitiv zur zweiten Kategorie. Denn am 22. August durfte ich hier bereits meine vierte Hochzeit im Jahr 2026 begleiten.
Vier Hochzeiten. Gleiche Location. Und trotzdem vier komplett unterschiedliche Geschichten.
Genau das mag ich an meinem Job.
Dieses Mal warteten rund 65 Gäste, ein Hochzeitstanz zu „From Now On“ aus The Greatest Showman, richtig gutes Essen und vor allem eine Braut, bei der ich während des Tages immer wieder dachte:
Was sie hier auf die Beine gestellt hat, verdient wirklich Respekt.
Die Hochzeit im Überblick
Datum: 22.08.2026
Hochzeitslocation: Charlottenhof, Klanxbüll
Gäste: ca. 65 Personen
Musikalische Begleitung: 15:00 bis 02:00 Uhr
Eröffnungstanz: „From Now On“ – The Greatest Showman
Catering: Schlachterei Beier aus Niebüll auf Instagram
Fotograf: –
Instagram-Beitrag: –
Zum vierten Mal 2026 als Hochzeits-DJ im Charlottenhof Klanxbüll
Als ich an diesem Samstag wieder in Klanxbüll ankam, kannte ich natürlich schon meine Wege.
Wo muss was hin? Wie wirkt der Raum? Was funktioniert wo? Auf welche Besonderheiten sollte man achten?
Nach mittlerweile vier Hochzeiten allein in diesem Jahr entwickelt man zwangsläufig eine gewisse Vertrautheit mit einer Location.
Und das ist als DJ ziemlich schön.
Trotzdem fühlt sich keine Hochzeit wie eine Wiederholung an.
Denn eine Location ist am Ende nur der Rahmen.
Die Geschichte schreiben immer die Menschen.
Andere Gäste, andere Musik, andere Familien, andere Ideen und eine völlig andere Dynamik auf der Tanzfläche.
Deshalb kann ich viermal im selben Jahr im Charlottenhof Klanxbüll stehen – und viermal mit völlig anderen Erinnerungen nach Hause fahren.
Mein Moment des Tages: Diese Braut hat richtig viel selbst gemacht
Was mir von dieser Hochzeit wahrscheinlich am stärksten in Erinnerung bleiben wird, ist die Arbeit, die vorher hineingeflossen ist.
Die Braut hatte einen großen Teil der Hochzeit selbst organisiert und sich auch intensiv um die Dekoration gekümmert.
Und wenn man am Hochzeitstag nur das fertige Ergebnis sieht, vergisst man schnell, was eigentlich dahintersteckt.
Da stehen dann schön dekorierte Tische und liebevolle Kleinigkeiten im Raum und für die Gäste sieht es einfach so aus, als wäre das eben alles da.
Aber natürlich war es nicht einfach da.
Jemand hatte die Idee.
Jemand hat sich Gedanken gemacht.
Jemand hat Dinge besorgt, vorbereitet, organisiert und dekoriert.
Und in diesem Fall war dieser Jemand sehr häufig die Braut selbst.
Ich habe davor wirklich Respekt.
Irgendwann muss man aufhören zu organisieren
Wer seine Hochzeit selbst plant, kennt wahrscheinlich dieses Gefühl:
Man beginnt mit den großen Dingen.
Location. Essen. DJ.
Und dann kommen plötzlich ungefähr 700 Kleinigkeiten dazu.
Wo sitzt wer?
Wie soll der Raum aussehen?
Wann passiert was?
Fehlt noch irgendetwas?
Und selbst am Hochzeitstag selbst findet das Gehirn erstaunlicherweise immer noch Dinge, über die man nachdenken könnte.
Deshalb wünsche ich gerade den Paaren, die vorher besonders viel selbst gemacht haben, irgendwann diesen einen Moment:
Jetzt ist Schluss mit Organisieren.
Alles, was vorbereitet werden konnte, ist vorbereitet.
Die Menschen, die man liebt, sind da.
Das Essen steht bereit.
Die Musik läuft.
Jetzt darf man einfach heiraten und feiern.
Und wenn an diesem Punkt gute Dienstleister übernehmen können, umso besser.
Hochzeitstanz zu „From Now On“
Der Übergang in den Partyteil des Abends begann mit einem Song, den man auf Hochzeiten nicht jeden Samstag als Eröffnungstanz hört:
„From Now On“ aus The Greatest Showman.
Und gerade deshalb mochte ich die Wahl.
Der Song beginnt emotional und entwickelt dann immer mehr Energie. Für einen Hochzeitstanz bietet er dadurch einen schönen Weg vom persönlichen Moment des Brautpaares hin zur gemeinsamen Feier.
Erst stehen zwei Menschen im Mittelpunkt.
Dann kommen Familie und Freunde dazu.
Und irgendwann ist die Tanzfläche eröffnet.
Für mich ist das jedes Mal dieser kleine Wendepunkt eines Hochzeitstages.
Am Nachmittag begleite ich Gespräche und Essen musikalisch eher im Hintergrund.
Nach dem Hochzeitstanz verändert sich mein Job.
Jetzt darf die Musik nach vorne.
Über das Essen müssen wir reden …
Normalerweise sind meine musikalischen Erinnerungen nach einer Hochzeit stärker als meine kulinarischen.
Normalerweise.
Denn das Catering an diesem Tag kam von der Schlachterei Beier aus Niebüll.
Und das Essen war wirklich richtig gut.
Wenn ich als DJ einige Zeit später meinen Hochzeitstag noch einmal durchgehe und beim Catering hängen bleibe, ist das definitiv als Kompliment gemeint.
Gutes Essen macht bei einer Hochzeit unglaublich viel aus.
Alle kommen zusammen, sitzen am Tisch, unterhalten sich und genießen erst einmal den Abend, bevor später die Tanzfläche übernimmt.
Und auch der DJ freut sich nach Aufbau und den ersten Stunden des Tages durchaus über einen guten Teller.
Deshalb geht an dieser Stelle ein ausdrückliches Kompliment nach Niebüll.
Vier Hochzeiten – vier unterschiedliche Abende
Was ich an diesem Tag wieder gemerkt habe:
Selbst wenn ich dieselbe Hochzeitslocation inzwischen sehr gut kenne, kann ich den Verlauf des Abends nie vorhersagen.
Und genau das möchte ich auch gar nicht.
Ich möchte nicht in den Charlottenhof fahren und denken:
„Alles klar, kenne ich. Machen wir genau wie beim letzten Mal.“
Denn die nächste Gesellschaft braucht vielleicht etwas völlig anderes.
Das eine Brautpaar liebt Klassiker.
Das nächste möchte musikalisch ungewöhnliche Wege gehen.
Bei einer Hochzeit explodiert die Tanzfläche früh.
Bei einer anderen braucht sie etwas länger.
Die Location kenne ich. Die Menschen lerne ich jedes Mal neu kennen.
Und genau deshalb war auch Hochzeit Nummer vier im Charlottenhof für mich keine Wiederholung.
Was von dieser Hochzeit im Charlottenhof bleibt
Nach elf Stunden endete für mich meine vierte Hochzeit 2026 im Charlottenhof Klanxbüll.
Was bleibt?
Rund 65 Menschen, die gemeinsam einen besonderen Tag gefeiert haben.
Ein Hochzeitstanz zu „From Now On“.
Ein Catering aus Niebüll, das mir tatsächlich nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist.
Und vor allem eine Braut, die unglaublich viel Herzblut in die Vorbereitung und Dekoration ihrer Hochzeit gesteckt hatte.
Ich hoffe, dass sie irgendwann an diesem Tag den Punkt erreicht hat, an dem all die To-do-Listen im Kopf verschwunden waren.
Denn irgendwann muss aus monatelanger Hochzeitsplanung einfach eine Hochzeit werden.
Dann darf die Deko fertig sein.
Dann darf der Zeitplan Zeitplan sein.
Dann darf die Musik laufen.
Und dann darf man einfach mit seinen Lieblingsmenschen feiern.
Danke an das Brautpaar und alle Gäste für diesen gemeinsamen Tag.
Und lieber Charlottenhof:
Nummer vier für dieses Jahr. Wir kennen uns inzwischen.
